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Spezielle Diagnostik

Vor einer erfolgreichen Therapie steht eine sorgfältige Diagnostik.

ABI-Messung

Der Knöchel-Arm-Index (engl.: ABI | Ankle Brachial Index) besitzt die größte Aussagekraft zur Vorhersage von Herzinfarkt, Schlaganfall und Mortalität. Ein ABI-Wert unter 0,9 weist im Vergleich mit dem Angiogramm als Goldstandard mit einer Sensitivität von bis zu 95% auf eine Durchblutungsstörung hin und schließt umgekehrt die Erkrankung mit nahezu 100% Spezifität bei gesunden Personen aus.

Für die Untersuchung bekommen Sie an beiden Armen und beiden Beinen Blutdruckmanschetten angelegt und der Blutdruck wird dann an allen vier Extremitäten gleichzeitig ermittelt. Dadurch lassen sich Durchblutungsstörungen in einer der vier Extremitäten mit großer Wahrscheinlichkeit feststellen. Bereits jeder 5. über 65 Jahre weist Anzeichen für eine Durchblutungsstörung auf, was auch ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt bedeutet.

Mit zunehmendem Alter und der Häufung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes Mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Nikotinkonsum versteifen die Gefäße und deren Elastizität nimmt ab. Die Zunahme der Gefäßsteifigkeit beeinflusst ganz wesentlich die Herz- Kreislauffunktion und hat daher wichtige prognostische Bedeutung und therapeutische Konsequenzen. Unter anderem ist sie für den Anstieg des Blutdrucks verantwortlich und begünstigt Arterienverkalkung.

In unserer Praxis haben wir ein entsprechendes Gerät und können dadurch unseren Patienten diese sinnvolle Vorsorgeleistung durchgehend anbieten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in den meisten Fällen allerdings nicht. Wir klären Sie gerne entsprechend auf.

Pulswellenanalyse - Kennen Sie Ihr Gefäßalter?

Bei jungen Menschen sind die Blutgefäße noch sehr elastisch. Mit zunehmendem Lebensalter kommt es dann aber zur Versteifung der Gefäße, indem elastische Fasern (Elastin) durch das straffere Kollagen ersetzt werden, was zur Verkalkung der Gefäße führt: Das Gefäßalter steigt. Dieser natürliche Prozess wird durch zusätzliche Risiken – Nikotin, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, erhöhte Cholesterinwerte – beschleunigt.

Die Pulswellenanalyse dient der Früherkennung von Bluthochdruck und Gefäßverkalkung und misst die Pulswellengeschwindigkeit als Indikator für die Gefäßsteifigkeit. Die Zunahme der Gefäßsteifigkeit beeinflusst ganz wesentlich die Herz- Kreislauffunktion und hat daher wichtige prognostische Bedeutung und therapeutische Konsequenzen. Unter anderem ist sie für den Anstieg des Blutdrucks verantwortlich.

Lange Zeit war die Pulswellenanalyse nur über aufwendige invasive Verfahren möglich. Mittlerweile gibt es ein Gerät, dass lediglich eine 2malige Oberarmblutdruckmessung durchführt und dadurch die Pulswellenanalyse ermöglicht. Dieses Verfahren kommt der invasiven Messung sehr nahe und ermöglicht dadurch die breite Anwendung im ambulanten Bereich.

Wer Gewissheit haben möchte, wie es um seine Gefäße bestellt ist, sollte eine Pulswellenanalyse durchführen lassen. Denn ganz nach dem Leitsatz “Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße”, betrifft dieses Thema jeden. Die Pulswellenanalyse bestimmt das biologische Gefäßalter eines Patienten, indem die arterielle Gefäßelastizität nichtinvasiv gemessen wird. Die Analyse wird seit 2007 von der Europäischen Hypertoniegesellschaft als sehr genauer Biomarker für frühe Gefäßveränderungen empfohlen.

Je nach Ergebnis der Pulswellenanalyse resultiert auch direkt eine weitere Konsequenz, z.B. können dann weitere Untersuchungen zur Abklärung eines unerwartet schlechten Ergebnisses in die Wege geleitet werden. Weiterhin kann eine Blutdrucktherapie angepasst bzw. begonnen oder andere Risikofaktoren, wie z.B. Diabetis Mellitus oder hohe Blutfettwerte abgeklärt werden.

In unserer Praxis haben wir ein entsprechendes Gerät und können dadurch unseren Patienten diese sinnvolle Vorsorgeleistung durchgehend anbieten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten allerdings nicht, so dass es sich hierbei um eine individuelle Gesundheitsleistung handelt.